Fallbericht #101 · International & Distanz
Freistehendes Haus in der Region Nürnberg: Verkauf bei Scheidung mit Verkäuferseite in England koordiniert
Fallzeitraum: 3. Quartal 2025
Der Fall in Kürze
Ein Ehepaar mit Wohnsitz in England wollte im Zuge der Scheidung sein freistehendes Einfamilienhaus in der Region Nürnberg verkaufen. Direkte Gespräche zwischen den Eheleuten waren nicht mehr möglich, der Schriftverkehr lief ausschließlich über ihre britischen Anwaltskanzleien. Davis & Partner organisierte die Verkaufsbegleitung über diese Kanzleien, bereitete das Objekt aus der Ferne vor und koordinierte für den Notartermin einen gerichtlich beeidigten Dolmetscher. Aus drei qualifizierten Kaufangeboten entstand ein notariell beurkundeter Verkauf, für den die Eheleute nur einmal anreisten.
Der Fall auf einen Blick
- Fallnummer
- #101
- Objektregion
- Region Nürnberg
- Immobilie
- Freistehendes Einfamilienhaus
- Verkäuferseite
- Ehepaar in Scheidung mit Wohnsitz in England; Kommunikation ausschließlich über die beauftragten britischen Anwaltskanzleien
- Leistungen
- Verkaufsbegleitung und Objektvorbereitung aus der Ferne, Abstimmung über die Anwaltskanzleien, Käuferansprache mit Bonitätsprüfung, Koordination eines beeidigten Dolmetschers für den Notartermin
- Kaufangebote
- Drei qualifizierte Kaufangebote aus selektiver Direktansprache
- Zeitspanne
- Bisher veröffentlichte Angabe: Beurkundung innerhalb von zwölf Wochen; Beginn der Messung in dieser Fassung nicht näher bestimmt, keine Gesamtdauer seit der Trennung
- Fallzeitraum
- 3. Quartal 2025
- Ergebnis
- International abgestimmter Verkaufsablauf; notariell beurkundet.
Ausgangslage und Verkaufsziel
Ein Ehepaar mit Wohnsitz in England besaß ein freistehendes Einfamilienhaus in der Region Nürnberg. Im Zuge der Scheidung sollte das Haus verkauft werden. Die Eheleute sprachen nicht mehr direkt miteinander; der gesamte Schriftverkehr lief über die von ihnen jeweils beauftragten Anwaltskanzleien in Großbritannien.
Hinzu kam eine Anforderung des deutschen Beurkundungsrechts. Der Kaufvertrag wird vor dem Notar verlesen, und die Beteiligten müssen ihn verstehen. Wegen der Sprachbarriere war dafür eine Übersetzung im Termin nötig. Ziel war ein Ablauf, bei dem die Eheleute den Beurkundungstermin gemeinsam wahrnehmen konnten, ohne erneut in die Auseinandersetzung gezogen zu werden.
Tatsächlich erbrachte Leistungen
Kommunikation über die Anwaltskanzleien
Christoffer Davis führte das Mandat persönlich und korrespondierte ausschließlich über die beauftragten Kanzleien in Großbritannien. Die rechtliche Beratung der Eheleute blieb bei diesen Kanzleien; Davis & Partner übernahm die organisatorische Seite des Verkaufs.
Objektvorbereitung und Vermarktung aus der Ferne
Die Vorbereitung des Hauses für den Verkauf lief über das Backoffice von Davis & Partner, ohne dass die Eigentümer vor Ort sein mussten. Die Unterlagen wurden für die Prüfung durch Kaufinteressenten und deren Finanzierungspartner aufbereitet, der Preis anhand regional vergleichbarer Verkaufsdaten hergeleitet. Kaufinteressenten wurden gezielt angesprochen und vorab auf ihre Bonität geprüft. So kam die Käuferseite mit geklärten Fragen in den Termin, und die Eheleute mussten sich nicht mit Detailfragen der Interessenten befassen.
Dolmetscher für den Notartermin
Für die Verlesung des Kaufvertrags koordinierte Davis & Partner in Zusammenarbeit mit der Dolmetscherzentrale Nürnberg einen gerichtlich beeidigten Dolmetscher, der die Vertragsklauseln im Termin wörtlich übertrug. Die Koordination betraf Organisation und Terminierung; die Übersetzung lag beim Dolmetscher, die Beurkundung beim Notariat.
Ablauf und Zeitbezug
Die bisher veröffentlichte Zeitangabe lautet „Beurkundung innerhalb von zwölf Wochen“. Ab welchem Zeitpunkt gemessen wurde, ist in dieser Fassung nicht näher bestimmt. Es handelt sich weder um die Gesamtdauer seit der Trennung der Eheleute noch um den Zeitraum bis zur Kaufpreiszahlung oder Übergabe.
Ergebnis und Grenzen der Übertragbarkeit
Der Verkauf wurde zum angestrebten Zielpreis notariell beurkundet. Die Eheleute reisten dafür ein einziges Mal an, der Termin verlief geordnet und wurde vollständig übersetzt. Für die Eigentümer lag der Nutzen vor allem darin, dass sie nicht direkt miteinander verhandeln mussten und der Verkauf trotzdem vorankam.
Der Fall zeigt, was ein Makler organisatorisch übernehmen kann. Die anwaltliche Beratung zur Scheidung und zur Vermögensaufteilung ersetzt er nicht. Ein solcher Ablauf setzt außerdem voraus, dass beide Seiten dem Verkauf grundsätzlich zustimmen.
Was Eigentümer in vergleichbarer Situation mitnehmen können
Steht bei einer Trennung der Verkauf der gemeinsamen Immobilie fest, hilft eine klare Rollenverteilung. Anwälte beraten rechtlich, das Notariat beurkundet, der Makler organisiert Vermarktung, Käuferprüfung und Termine. Leben die Eigentümer im Ausland oder sprechen sie nicht ausreichend Deutsch, sollte die Übersetzung im Notartermin früh geplant werden. Mehr zum Verfahren bei Trennungen finden Sie auf der Seite Hausverkauf bei Scheidung in Nürnberg.
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